Reichweitenangst beim Elektroauto – Mythos oder echtes Problem?
- 5. Juni
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Der Gedanke, dass die Batterie plötzlich leer sein könnte, bevor man am Ziel ankommt, beschäftigt viele Menschen beim ersten Kontakt mit einem Elektroauto. Diese sogenannte „Reichweitenangst“ ist weit verbreitet und sorgt oft für Unsicherheit, obwohl sie in der Praxis meist weniger problematisch ist als erwartet. Besonders beim Umstieg vom Verbrenner wirkt die neue Art der Reichweitenanzeige ungewohnt und wird schnell falsch eingeschätzt.

Wie war die Elektromobilität zum Beginn der "modernen Elektromobilität" der 2010er Jahren?
Reichweitenangst kommt nicht von ungefähr. Sie entsteht vor allem aus der Gewohnheit, mit Verbrennern jederzeit schnell tanken zu können und innerhalb weniger Minuten wieder volle Reichweite zu haben. Beim Elektroauto wirkt die Idee, eine „begrenzte Batterie“ zu haben, zuerst ungewohnt. Viele Menschen stellen sich zudem die Frage, ob sie unterwegs überhaupt eine freie Ladestation finden oder ob sie irgendwo liegen bleiben könnten.
In den frühen 2010er-Jahren war diese Sorge deutlich nachvollziehbarer als heute. Elektroautos hatten damals oft nur sehr kleine Batterien und Reichweiten von rund 100 bis 150 Kilometern im Alltag waren keine Seltenheit. Auch die Ladeleistung war begrenzt, und Schnellladen war noch selten oder sehr langsam im Vergleich zu heutigen Standards. Das machte längere Fahrten tatsächlich komplizierter und stärker planungsabhängig.
Elektromobilität im Jahr 2026
Heute hat sich die Situation stark verändert. Moderne Elektroautos schaffen je nach Modell realistische Reichweiten von 300 bis über 500 Kilometern, teilweise sogar mehr. Gleichzeitig ist die Ladeleistung deutlich gestiegen. Viele Fahrzeuge können heute an Schnellladestationen in kurzer Zeit wieder einen grossen Teil der Batterie füllen, oft genug für die nächste Etappe einer längeren Fahrt.
Ladeinfrastruktur im Jahr 2026
Auch die Ladeinfrastruktur hat sich massiv entwickelt. Früher waren öffentliche Ladestationen eher vereinzelt in Städten oder bei einzelnen Firmenstandorten zu finden. Heute gibt es ein dichtes Netz an öffentlichen Ladepunkten entlang von Autobahnen, in Städten, bei Einkaufszentren, Hotels und Parkhäusern. In den letzten Jahren hat sich die Anzahl der öffentlichen Ladepunkte in Europa stark vervielfacht und liegt inzwischen im Bereich von mehreren hunderttausend. Auch in der Schweiz ist das Netz in kurzer Zeit stark gewachsen und wird laufend erweitert.
Routenplanung
Zudem hilft es mehr als erwartet, wenn das Auto die Ladestopps mit in die Navigation aufnimmt. So können Routen ganz entspannt erstellt werden und innert Sekunden berechnet das Auto, wann, wo und wie lange das Auto laden muss. Während der Fahrt wird dies dynamisch angepasst. So geht Reisen ganz entspannt.
Fazit
Damit wird klar: Reichweitenangst stammt oft noch aus einer älteren Sicht auf die Elektromobilität. Die Technik und Infrastruktur haben sich jedoch so weit entwickelt, dass sie im Alltag für die meisten Fahrten kaum noch ein echtes Problem darstellt.



